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Kanal-Konfiguration — Agentische Extraktion

Die agentische Extraktion ergänzt die klassische, regelbasierte Feldextraktion (Kopffelder und Positionzeilenfelder) durch einen KI-Agenten, dem Sie in natürlicher Sprache vorgeben, welche zusätzlichen Felder er aus einem Dokument lesen soll. Das ist besonders sinnvoll, wenn Informationen in Freitext eingebettet sind, sich inhaltlich zusammensetzen lassen oder kontextuell hergeleitet werden müssen.

Es gibt zwei Varianten, die in der Navigation unter Dokumentenverarbeitung als getrennte Einträge erscheinen:

VarianteWirkebeneTypische Felder
Agentische KopfzeilenextraktionPro DokumentBestellnummer, Lieferdatum, Auftragsart …
Agentische PositionsextraktionPro Position (Bestellzeile, Rechnungszeile, …)Artikelnummer, Menge, Einheit, Beschreibung …

Bedienung und Konfiguration sind nahezu identisch. Diese Seite beschreibt beide gemeinsam — alles, was nicht ausdrücklich als positions- oder kopfspezifisch markiert ist, gilt für beide Varianten gleichermaßen. Die Besonderheiten der Positionsextraktion fasst der Abschnitt Besonderheiten der Positionsextraktion zusammen.

Wann sich agentische Extraktion lohnt

Wenn ein Feld nicht immer an derselben Stelle steht, in Freitext eingebettet ist oder kombinierte Logik erfordert (z. B. „Bestellart ableiten aus Marke + Versandadresse" oder „Verpackungseinheit aus dem Beschreibungstext lesen"). Für straff strukturierte Felder reicht die klassische Extraktion in Kopffelder bzw. Positionzeilenfelder.

Voraussetzungen

Bevor Sie eine agentische Extraktion anlegen, sollten Sie:

  • Wissen, welches Feld der KI-Agent zusätzlich extrahieren soll. Das Feld muss bereits als Ausgabefeld bekannt sein: bei der Kopfzeilenextraktion in den Kopffeldern, bei der Positionsextraktion in den Positionzeilenfeldern. Die agentische Konfiguration kann nur Felder befüllen, die Workist auch als Ausgabe kennt.
  • Wissen, welche Datenquellen der Agent zur Verfügung haben soll (E-Mail-Text, OCR-Text, bereits extrahierte Felder, …).
  • Optional: Referenzdateien vorbereiten (z. B. eine Liste gängiger Klausel-Formulierungen, eine Sortimentsliste), die der Agent als zusätzlichen Kontext nutzen darf.
hinweis

Eine agentische Extraktion ersetzt nicht die klassische Feldextraktion. Sie wirkt ergänzend: Workist führt zuerst die reguläre Extraktion aus und übergibt deren Ergebnis an den KI-Agenten, der dann zusätzliche Felder ergänzt oder ersetzt.

Pro Kanal kann es eine Standardkonfiguration je Variante geben — die Standardkonfiguration der Kopfzeilenextraktion ist getrennt von der der Positionsextraktion. Sie können also beide gleichzeitig betreiben.

Schritt 1 — Die passende Seite öffnen

Wählen Sie im Kanal in der Unter-Navigation unter Dokumentenverarbeitung den passenden Eintrag — Agentische Kopfzeilenextraktion oder Agentische Positionsextraktion. Solange für diesen Kanal noch keine Konfiguration angelegt wurde, sehen Sie nur den Hinweis „Keine Konfiguration vorhanden. Klicken Sie auf ‚Neue Konfiguration', um eine zu erstellen.".

Leerer Zustand der agentischen Extraktion

Am oberen Rand finden Sie zwei Bedienelemente:

  • Konfigurations-Auswahl („Wählen Sie eine Konfiguration aus") — hier wechseln Sie zwischen mehreren bestehenden Konfigurationen.
  • + Neue Konfiguration — legt eine neue, leere Konfiguration für diesen Kanal an und öffnet sie direkt zum Bearbeiten.

Schritt 2 — Eine neue Konfiguration anlegen

Klicken Sie auf + Neue Konfiguration. Workist legt eine leere Konfiguration an, wählt sie automatisch aus und zeigt das Bearbeitungsformular darunter an.

Bearbeitungsformular nach Klick auf „Neue Konfiguration"

Eine Konfiguration besteht immer aus einem Block grundlegender Einstellungen (Name, Geltungsbereich, Aktivierung) und einem Block mit der eigentlichen Logik (Anweisungen, Felder, Wissen).

Konfigurationsname

Neben der Auswahl finden Sie ein Stift-Symbol. Damit schalten Sie das Eingabefeld „Konfigurationsnamen bearbeiten" frei und tragen einen sprechenden Namen ein (z. B. „Lieferpriorität aus Freitext" oder „Variantenextraktion aus Beschreibungstext").

Der Name erscheint anschließend in der Auswahlliste oben — wählen Sie ihn so, dass Sie und Kolleg:innen mehrere Konfigurationen für denselben Kanal auseinanderhalten können.

Standard- vs. Kundenkonfiguration

Der erste Umschalter im Formular heißt „Standardkonfiguration".

Standardkonfiguration-Schalter mit Beschreibungstext

Die Beschreibung in der Workbench lautet: „Standardkonfigurationen funktionieren für alle Dokumente. Deaktivieren, um eine kundenspezifische Konfiguration zu erstellen."

  • Aktiv (Standardkonfiguration): Die Konfiguration läuft auf allen Dokumenten dieses Kanals — unabhängig davon, von welchem Kunden / Mandanten sie stammen.
  • Deaktiviert (Kundenkonfiguration): Die Konfiguration läuft nur für Dokumente bestimmter Client-IDs (Mandanten). Sobald Sie den Schalter deaktivieren, blendet die Workbench das zusätzliche Eingabefeld „Client-IDs" ein.

Eingabefeld Client-IDs nach Deaktivierung der Standardkonfiguration

Geben Sie hier eine oder mehrere Client-IDs ein und bestätigen Sie jede einzelne mit Tab oder Enter. Mehrere Client-IDs in einer Konfiguration bedeuten, dass diese Konfiguration für diese Kunden gemeinsam verwendet wird.

Pro Kanal nur eine Standardkonfiguration

Wenn für diesen Kanal (und diese Variante) bereits eine Standardkonfiguration existiert, ist der Schalter „Standardkonfiguration" in jeder weiteren Konfiguration ausgegraut. Der Hinweistext lautet dann: „Für diesen Kanal existiert bereits eine Standardkonfiguration."

Ausführungsreihenfolge

Workist führt zuerst die Standardkonfiguration aus und anschließend alle passenden Kundenkonfigurationen (alle, deren Client-IDs zum Dokument passen). Werte aus den Kundenkonfigurationen überschreiben die Werte aus der Standardkonfiguration. So lassen sich kundenspezifische Besonderheiten als gezielte Ergänzung zu einer allgemeinen Basis abbilden.

Aktivierung

Über den Schalter „Aktiviert" schalten Sie die Konfiguration scharf. Ist er ausgeschaltet, wird die Konfiguration während der Dokumentenverarbeitung nicht ausgeführt — praktisch, um eine Konfiguration zu „parken", ohne sie zu löschen.

Agentenanweisungen (der Prompt)

Im Feld „Agentenanweisungen" beschreiben Sie in natürlicher Sprache, was der KI-Agent tun soll. Dieser Text wird dem Modell als Anweisung mitgegeben.

Agentenanweisungen mit Beispielprompt

Ein guter Prompt …

  1. benennt das Ziel klar — „Extrahiere …",
  2. nennt das Quellmaterial — „… aus dem Freitext der Bestellung …",
  3. legt das gewünschte Format fest — „… als ‚dringend', ‚normal' oder ‚unbestimmt' …".

Beispiel (Kopfzeilenextraktion):

Extrahiere die Lieferpriorität aus dem Freitext der Bestellung. Gib ‚dringend' zurück, wenn der Text Begriffe wie „eilig", „dringend", „ASAP" oder „sofortige Lieferung" enthält, andernfalls ‚normal'. Enthält die Bestellung keine Hinweise auf die Priorität, gib ‚unbestimmt' zurück.

Beispiel (Positionsextraktion):

Extrahiere aus dem Freitext jeder Position die Verpackungseinheit (z. B. Karton, Palette, Stück) und die Menge je Einheit. Ist keine Einheit angegeben, lass das Feld leer.

tipp

Wenn Sie im Prompt Bezug auf ein Eingabefeld oder Ausgabefeld nehmen möchten, geben Sie ein einfaches Anführungszeichen ' (bzw. /) ein — die Workbench öffnet ein kleines Menü mit allen verfügbaren Feldnamen, die Sie als Referenz einfügen können. So bleibt der Prompt auch dann korrekt, wenn sich Feldnamen später ändern.

Eingabefelder vs. Ausgabefelder

Dies ist das wichtigste Konzept dieser Seite — bitte hier besonders sorgfältig lesen.

Eingabefelder sind die Datenquellen, die dem Agenten zur Verfügung gestellt werden. Sie geben dem Modell den Inhalt, aus dem es etwas extrahieren soll: E-Mail-Text, OCR-Text des Anhangs, bereits regulär extrahierte Felder, Anhang-Bilder, usw.

Eingabefelder mit geöffnetem Auswahl-Menü

Über + Eingabefeld hinzufügen öffnet sich ein Menü mit allen verfügbaren Datenquellen. Klicken Sie auf einen Eintrag, um ihn hinzuzufügen; über das Mülleimer-Symbol entfernen Sie ihn wieder.

Ausgabefelder sind die Zielfelder, in die der Agent seine Ergebnisse schreibt. Genau diese Werte landen am Ende in Ihrer Ausgabedatei bzw. Ihrem Zielsystem.

Ausgabefelder mit geöffnetem Auswahl-Menü

Über + Ausgabefeld hinzufügen wählen Sie ein oder mehrere Felder aus den konfigurierten Feldern des Kanals — bei der Kopfzeilenextraktion aus den Kopffeldern, bei der Positionsextraktion aus den Positionzeilenfeldern. Es stehen nur dort konfigurierte Felder zur Verfügung; agentische Konfigurationen können keine neuen Feldnamen erfinden.

Faustregel:

FrageAntwort
„Woher kommt die Information für den Agenten?"Eingabefelder
„Wohin soll das Ergebnis des Agenten geschrieben werden?"Ausgabefelder

Eingabe- und Ausgabefelder können auch identisch sein: Wenn ein Feld bereits durch die reguläre Extraktion belegt ist, der Agent diesen Wert aber prüfen und ggf. überschreiben soll, listen Sie es in beiden Bereichen.

Tipp für die Auswahl der Eingabefelder

Geben Sie dem Agenten nur die Eingaben, die er wirklich benötigt. Je weniger Datenquellen, desto fokussierter und schneller arbeitet der Agent.

Benutzerdefinierte Felder als Ziel der agentischen Extraktion

Bisher haben wir nur Felder verwendet, die im Kanal bereits als Kopffelder oder Positionzeilenfelder konfiguriert sind. Für agentische Extraktion wollen Sie aber oft neue Felder anlegen, die es im Standard-Schema gar nicht gibt — etwa „Lieferpriorität", „Variantencode der Position" oder „Auftragsklassifikation". Genau dafür gibt es benutzerdefinierte Felder.

Benutzerdefinierte Felder leben in den regulären Bereichen Kopffelder und Positionzeilenfelder, sind dort aber leer — sie werden nicht durch die klassische Extraktion gefüllt. Stattdessen werden sie typischerweise erst durch eine agentische Konfiguration mit Inhalt belegt, indem Sie sie als Ausgabefelder auswählen.

Der folgende Workflow gilt identisch für beide Varianten — für ein kopfweites Feld arbeiten Sie auf Kopffelder, für ein positionsweites Feld auf Positionzeilenfelder.

Schritt A — „Benutzerdefiniertes Feld" anlegen

Öffnen Sie in der Kanal-Navigation Kopffelder (oder Positionzeilenfelder, je nachdem, ob das neue Feld pro Dokument oder pro Position vorkommen soll).

Klicken Sie oben rechts neben der Überschrift „Konfigurierte Felder" auf das +-Symbol. Es öffnet sich ein Auswahl-Menü mit zwei Bereichen: ganz oben „Benutzerdefiniertes Feld" mit Pluszeichen, darunter — durch eine Trennlinie abgesetzt — die Liste der noch nicht hinzugefügten Standardfelder.

Geöffnetes „+"-Menü mit „Benutzerdefiniertes Feld" als oberster Eintrag

Klicken Sie auf „Benutzerdefiniertes Feld". Sofort wird in der linken Liste ein neuer Eintrag mit dem Platzhalternamen „Unbenanntes Feld" angelegt und automatisch ausgewählt. Auf der rechten Seite erscheinen die zugehörigen Eingabefelder.

Frisch hinzugefügtes benutzerdefiniertes Feld: links „Unbenanntes Feld", rechts leere Optionen

hinweis

Solange Sie noch nicht gespeichert haben, ist das Feld nur in Ihrer Sitzung sichtbar. Wechseln Sie ohne Speichern auf eine andere Seite, ist das Feld weg.

Schritt B — Die Pflichtfelder ausfüllen

Bei einem benutzerdefinierten Feld sind drei Eingaben Pflicht (in der UI mit * gekennzeichnet):

Markierte Pflichtfelder: Datenbezeichnungsname, Feldbezeichnungsname, Anweisungen für Datenbezeichnungen

PflichtfeldBedeutung
DatenbezeichnungsnameDer Name des Feldes in der Ausgabedatei (z. B. delivery_priority). Muss ausgefüllt, eindeutig im Kanal und in snake_case sein — also nur Kleinbuchstaben, Ziffern und Unterstriche, keine Leer- oder Sonderzeichen. Einmal gespeichert, ist dieser Wert nicht mehr änderbar — er ist Teil Ihres Datenvertrags mit dem Zielsystem.
FeldbezeichnungsnameDer Name, unter dem das Feld in der Workbench-Assistenz erscheint (z. B. „Lieferpriorität"). Kann jederzeit geändert werden, ohne die Ausgabedatei zu brechen.
Anweisungen für DatenbezeichnungenKurzer Kontext für die KI, wie und wo sie das Feld in Ihren Dokumenten erkennen soll. Maximal 500 Zeichen. Beispiel: „Die Lieferpriorität steht oben rechts im Briefkopf. Erlaubte Werte: hoch, mittel, niedrig."
Benennung des Datenbezeichnungsnamens

Verwenden Sie ausschließlich snake_case (Kleinbuchstaben, Wörter durch Unterstriche getrennt, z. B. delivery_priority, customer_internal_note, variant_code). Vermeiden Sie Umlaute, Bindestriche, Leerzeichen und Großbuchstaben — dieselbe Konvention erwarten die meisten Zielsysteme. Da der Wert nach dem ersten Speichern unveränderlich ist, lohnt es sich, ihn vorab kurz mit Ihrer Ansprechperson bei Workist abzustimmen.

Speichern erfordert einen Wert

Solange das Feld Datenbezeichnungsname leer ist, lässt sich das benutzerdefinierte Feld nicht speichern — die Workbench bricht den Speichervorgang ab und markiert das Feld rot. Tragen Sie den Wert daher gleich beim Anlegen ein.

Zusätzlich wählen Sie den Datentyp, der bestimmt, wie Workist den extrahierten Wert interpretiert und validiert:

Geöffnetes Datentyp-Dropdown mit allen fünf Optionen

DatentypWann verwenden?
ZeichenketteFreitext oder kategorische Werte (z. B. „hoch / mittel / niedrig", Status-Codes, Klassifikationen).
DezimalzahlBeträge, Preise, Mengen mit Nachkommastellen.
GanzzahlStückzahlen, Wochenzahlen, ID-ähnliche Zahlen ohne Dezimalstellen.
DatumDatumsangaben — werden zusätzlich gegen das Datumsformat des Kanals validiert.
BooleschJa/Nein-Antworten („Ist eilig?", „Frachtfrei?").

Bei Zeichenkette erscheint zusätzlich das Feld „Geben Sie Optionen an, wenn Sie die möglichen Werte des Feldes einschränken möchten". Geben Sie hier eine Liste erlaubter Werte ein, wenn die KI sich auf einen festen Wortschatz festlegen soll.

Choices-Feld erscheint nur bei Datentyp „Zeichenkette"

hinweis

Das Choices-Feld erscheint nur bei Zeichenkette. Bei numerischen Datentypen oder Datum macht die Begrenzung keinen Sinn und wird ausgeblendet.

Sobald Sie den Feldbezeichnungsnamen eingegeben haben, übernimmt die linke Liste den neuen Namen automatisch — aus „Unbenanntes Feld" wird beispielsweise „Lieferpriorität".

Nach Eingabe des Feldbezeichnungsnamens aktualisiert sich der Eintrag links

Schritt C — Anweisungen sorgfältig formulieren

Die Anweisungen für Datenbezeichnungen sind der Hebel, mit dem Sie die Trefferquote Ihres Custom-Feldes steuern. Schreiben Sie knapp und konkret:

Anweisungen-Feld mit Beispiel-Prompt, Zeichenzähler 105/500

Was eine gute Anweisung enthält:

  • Wo im Dokument steht der Wert (oben rechts? in der Tabelle? in einer bestimmten Spalte?).
  • Wie sieht der Wert typischerweise aus (kurze Beispiele, erlaubte Werte, übliche Formulierungen).
  • Was er NICHT ist (Anti-Beispiele, damit die KI Verwechslungen vermeidet).

Was Sie weglassen sollten:

  • Lange Hintergrundgeschichten zum Geschäftsprozess.
  • Anweisungen an die KI, wie sie „denken" soll — das gehört in die Agentenanweisungen der Konfiguration, nicht in die Feldanweisungen.
Begrenzung

Maximal 500 Zeichen pro Feld. Wenn Ihre Anweisung länger werden müsste, prüfen Sie, ob ein Teil der Information stattdessen als Wissen (Datei-Upload, siehe weiter unten) beigesteuert werden kann.

Schritt D — Speichern und als Ausgabefeld einbinden

Klicken Sie unten auf Speichern. Workist übernimmt das Feld als regulär konfiguriertes Feld — aber zunächst ohne Werte, da die klassische Extraktion nicht weiß, wie sie das neue Feld füllen soll.

Wechseln Sie jetzt zurück auf die agentische Konfiguration, öffnen Sie Ihre Konfiguration (oder legen Sie eine neue an) und klicken Sie unter Ausgabefelder auf + Ausgabefeld hinzufügen. In der Auswahlliste erscheint Ihr neues benutzerdefiniertes Feld neben allen anderen Feldern des Kanals.

Auswahlliste „Ausgabefeld hinzufügen" mit allen verfügbaren Feldern

Fügen Sie das Feld hinzu, ergänzen Sie passende Eingabefelder (z. B. den E-Mail-Text), geben Sie die Agentenanweisungen an und klicken Sie auf Speichern. Ab dem nächsten Dokument füllt der Agent das neue Feld automatisch.

Faustregel

Pro benutzerdefiniertem Feld nur eine primäre Quelle der Wahrheit — entweder klassisch (über Lookups oder feste Mappings) oder agentisch (über Ausgabefelder). Wenn beide versuchen, dasselbe Feld zu schreiben, gewinnt zunächst die klassische Extraktion; agentische Konfigurationen können das Ergebnis aber überschreiben, sofern das Feld auch als Eingabefeld geführt wird.

Schritt E — Benutzerdefiniertes Feld wieder entfernen

Wenn Sie ein benutzerdefiniertes Feld nicht mehr brauchen, klicken Sie in der linken Feldliste rechts neben dem Feldnamen auf das × und anschließend auf Speichern. Achten Sie darauf, das Feld vorher auch aus allen agentischen Konfigurationen zu entfernen, in denen es als Ausgabefeld geführt ist — sonst können diese Konfigurationen beim Speichern fehlschlagen.

warnung

Wenn das Feld bereits in der Ausgabedatei produktiver Dokumente steht, entfernt es das Löschen nicht rückwirkend. Bereits exportierte Daten bleiben unverändert; nur neue Dokumente enthalten das Feld nicht mehr.

Wissen (Referenzdateien)

Im Bereich „Wissen" können Sie Dateien hochladen, die dem Agenten als zusätzlicher Kontext zur Verfügung gestellt werden — zum Beispiel eine Liste Ihrer Auftragsarten, ein Auszug aus dem Sortimentskatalog oder eine Abkürzungstabelle mit kundeninternen Kürzeln.

Wissens-Drop-Zone für Referenzdateien

Erlaubte Dateiformate sind .txt, .csv und .md. Ziehen Sie die Dateien in den Bereich „Dateien hier ablegen oder klicken, um hochzuladen" oder klicken Sie hinein, um den Dateiauswahl-Dialog zu öffnen.

Vertraulichkeit

Hochgeladene Wissensdateien werden bei jeder Extraktion in den Prompt an die KI mitgegeben. Sie sind also nicht „geheim" gegenüber dem Modell. Laden Sie nur Inhalte hoch, deren Weitergabe an den von Workist eingesetzten KI-Anbieter unproblematisch ist (keine Passwörter, keine personenbezogenen Daten, die nicht ohnehin Teil des Dokuments wären, …).

tipp

Halten Sie Wissensdateien schlank. Je größer die Datei, desto teurer und langsamer wird jede einzelne Extraktion — und der Agent kann sich in irrelevanten Details verlieren.

RAG für Few-Shot-Learning

Ganz unten in der Konfiguration finden Sie die Option „Verwenden Sie Retrieval Augmented Generation (RAG) für Few-Shot-Learning".

RAG-Auswahl mit zwei Optionen

Sie haben zwei Optionen:

  • Frühere Unterstützungen zur Abfrage hinzufügen — Workist sucht zu jedem neuen Dokument ähnliche, bereits in der Assistenz korrigierte Fälle und stellt sie dem KI-Agenten als Beispiele zur Verfügung. Das verbessert in vielen Fällen die Treffergenauigkeit spürbar, sobald genügend Lernmaterial vorliegt.
  • Keine früheren Unterstützungen einbeziehen — der Agent arbeitet ausschließlich mit dem aktuellen Dokument und den Anweisungen.

Bei der Kopfzeilenextraktion beginnen Sie typischerweise mit „Keine" und schalten RAG später dazu, sobald sich in der Assistenz ein Erfahrungsschatz aufgebaut hat. Bei der Positionsextraktion lohnt sich RAG meist von Anfang an, weil häufig auftretende Sonderfälle einzelner Kunden so wiedererkannt werden.

Von Workist verwaltete Einstellungen

Modell, Temperatur und Denkaufwand des KI-Agenten — sowie die Werkzeuge (z. B. eine Artikelsuche, die der Agent während der Extraktion aufrufen darf) — werden von Workist verwaltet und sind in Ihrer Workbench-Anmeldung in der Regel nicht sichtbar. Wenn Sie hier eine Anpassung wünschen, sprechen Sie bitte Ihre Ansprechperson bei Workist an.

Schritt 3 — Speichern und aktivieren

Klicken Sie am Ende der Konfiguration auf Speichern. Im Erfolgsfall erscheint eine Bestätigung; die Konfiguration ist anschließend für nachfolgende Dokumente aktiv, sofern der Schalter Aktiviert eingeschaltet ist.

Speichern-Button am Ende des Formulars

Wann greift die neue Konfiguration?

Erst beim nächsten eingehenden Dokument. Bereits verarbeitete Dokumente werden nicht rückwirkend neu extrahiert.

Empfohlene Reihenfolge mit der Standardkonfiguration

Wenn Sie sowohl eine Standardkonfiguration als auch eine oder mehrere Kundenkonfigurationen für denselben Kanal pflegen:

  1. Halten Sie die Standardkonfiguration bewusst einfach — sie beschreibt das, was für alle Kunden gelten soll.
  2. Verwenden Sie Kundenkonfigurationen nur dort, wo ein einzelner Kunde oder eine kleine Gruppe von Kunden gezielt abweichende Logik brauchen.
  3. Denken Sie daran: Die Kundenkonfigurationen überschreiben die Werte aus der Standardkonfiguration. Doppelt extrahierte Felder gewinnen also immer aus der kundenspezifischen Konfiguration.

Schritt 4 — Konfigurationen wechseln, umbenennen, löschen

Mehrere Konfigurationen erscheinen oben in der Auswahlliste. Klicken Sie auf die Liste, um eine andere Konfiguration zu laden — das Formular darunter aktualisiert sich automatisch.

  • Umbenennen: Stift-Symbol neben der Auswahl klicken, neuen Namen eingeben und Speichern.
  • Löschen: Mülleimer-Symbol rechts neben + Neue Konfiguration. Workist fragt vor dem Löschen sicherheitshalber nach. Das Löschen ist endgültig — eine gelöschte Konfiguration (inklusive aller hochgeladenen Wissensdateien) lässt sich nicht wiederherstellen. Wenn Sie nur kurz pausieren möchten, schalten Sie stattdessen den Umschalter „Aktiviert" aus.

Besonderheiten der Positionsextraktion

Die agentische Positionsextraktion folgt allen oben beschriebenen Schritten — mit drei Unterschieden:

  • Sie läuft pro Position. Die Konfiguration wird auf jede einzelne Zeile des Dokuments angewendet. Das macht sie mächtig, aber auch langsamer und teurer als die Kopf-Variante (jede Position erzeugt einen eigenen KI-Aufruf).
  • Ausgabefelder kommen aus den Positionzeilenfeldern. Möchten Sie ein Feld extrahieren, das es dort noch nicht gibt, legen Sie es zuerst als benutzerdefiniertes Feld in den Positionzeilenfeldern an.
  • Strukturelle Positions-Operationen kann Workist auf Anfrage freischalten — der Agent darf dann Positionen hinzufügen, löschen, aufteilen oder hierarchisch als Unterelemente verknüpfen (z. B. „2 Paletten à 24 Stück" in mehrere logische Zeilen aufteilen). Diese Operationen sind von Workist verwaltet und nicht selbst konfigurierbar.
Überschreibt die klassische Extraktion

Wenn sowohl die klassische Extraktion als auch die agentische Positionsextraktion dasselbe Feld befüllen, überschreibt der Agent den klassisch extrahierten Wert. Wählen Sie als Ausgabefelder deshalb bevorzugt solche, die die klassische Extraktion nicht zuverlässig erfasst.

Empfohlene Reihenfolge beim Aufsetzen eines neuen Kanals: zuerst Positionzeilenfelder vollständig konfigurieren, dann beobachten, welche Felder regelmäßig leer bleiben oder schlecht erkannt werden, und erst danach eine agentische Positionsextraktion gezielt für diese Problemfelder anlegen.

Häufige Fragen

Muss ich für jedes Feld eine eigene Konfiguration anlegen? Nein. Eine Konfiguration kann beliebig viele Ausgabefelder gleichzeitig befüllen. Es ist meistens sinnvoll, fachlich zusammenhängende Felder in einer Konfiguration zu bündeln — dann „sieht" der Agent den Gesamtkontext.

Was passiert, wenn ich die Konfiguration deaktiviere? Workist überspringt sie bei der nächsten Verarbeitung. Bestehende Ausgabewerte aus früheren Läufen bleiben unverändert.

Was passiert, wenn der Agent ein Feld nicht extrahieren kann? Das Feld bleibt leer. Die klassische Extraktion (sofern dasselbe Feld auch dort konfiguriert ist) liefert in diesem Fall den Wert.

Wie viele Konfigurationen kann ich anlegen? Eine Standardkonfiguration je Variante und beliebig viele Kundenkonfigurationen je Kanal. Wenn Sie mehrere Kundenkonfigurationen für überlappende Client-IDs anlegen, werden alle passenden ausgeführt — die Reihenfolge entspricht der Speicherreihenfolge.

Werden meine Wissensdateien an die KI weitergegeben? Ja — Wissensdateien werden in den Prompt der KI eingebettet. Laden Sie also keine Inhalte hoch, die nicht zur Extraktion gehören oder die Sie nicht an Workists KI-Anbieter weitergeben möchten.

Hilfe und Support

Wenn eine Konfiguration nicht das gewünschte Ergebnis liefert, wenden Sie sich an Ihre Ansprechperson bei Workist. Halten Sie folgende Informationen bereit:

  • den Kanalnamen und den Konfigurationsnamen sowie die Variante (Kopfzeilen- oder Positionsextraktion),
  • ob es sich um eine Standard- oder Kundenkonfiguration handelt (bei Kundenkonfiguration: die betroffenen Client-IDs),
  • ein Beispieldokument, auf dem die Konfiguration ein falsches Ergebnis lieferte,
  • den Wert, den der Agent geliefert hat, und den Wert, den Sie erwartet hätten.