Datenaustausch mittels SFTP Server
Workist stellt im Standard einen SFTP-Server bereit. Ihr System legt dort Stammdaten ab und holt die Ergebnisse der Dokumentverarbeitung ab. Der Server ist mit Public-Key-Authentifizierung gesichert: Sie erzeugen ein SSH-Schlüsselpaar und hinterlegen den öffentlichen Schlüssel in der Workbench.
Alternativ überträgt Workist die Ergebnisse auf Ihren eigenen SFTP-Server, siehe Eigener SFTP-Server.
Verbindungsdetails
| Host | ftp.workist.com |
| Port | 22 |
| Benutzername | Kurzname Ihrer Organisation |
| Anmeldung | SSH-Schlüssel, kein Passwort |
| RSA-Fingerprint des Servers | LNe5eKZc2plvysmcr+1sZjfhjn63/K+L+0FtLbGjpXM (SHA256) |
| IP-Adressen des Servers | 63.34.88.144, 54.220.170.13, 52.49.47.193 |
Dieselben Angaben mit Kopier-Symbol, einschließlich Ihres Benutzernamens, zeigt die Workbench oben auf der Seite Öffentliche SFTP-Schlüssel (Einstellungen → Integrationen → Öffentliche SFTP-Schlüssel). Maßgeblich sind die Angaben in der Workbench.
Beim ersten Verbinden zeigt Ihr SFTP-Client den Fingerprint des Servers an, z. B. als SHA256:LNe5eK…. Vergleichen Sie ihn mit dem Wert oben, bevor Sie die Verbindung bestätigen.
Zugang einrichten
- SSH-Schlüsselpaar erzeugen.
- Den öffentlichen Schlüssel in der Workbench unter Öffentliche SFTP-Schlüssel hinterlegen. Das dürfen Benutzer mit der Rolle IT oder Admin (siehe Benutzer und Rollen). Die Schritte mit Screenshots stehen in Schritt 1: Verbindung herstellen.
- Verbindung testen.
Sie können mehrere Schlüssel hinterlegen, z. B. einen je System. Ein gelöschter Schlüssel funktioniert sofort nicht mehr.
Verzeichnisstruktur
| Verzeichnis | Verwendungszweck |
|---|---|
/export | Stammdaten, die Ihr System für Workist ablegt (aus dem ERP exportiert) |
/incoming | Ergebnisse von Workist: Ausgabedatei (z. B. XML), Originaldokument und weitere Dateien |
/archive | Für Ihre eigene Ablage. Workist nutzt den Ordner im Standard nicht. |
Stammdaten ablegen
- Dateien, die Sie in
/exportoder einen Unterordner davon hochladen, importiert Workist sofort, wenn der Dateiname zu einem Dateinamenmuster einer Lookup-Definition passt. Die Muster legen Sie im Stammdaten-Hub fest (siehe auch Transformer-Konfiguration). Uploads in andere Ordner lösen keinen Import aus. - Jeder Import ersetzt den gesamten Bestand der Lookup-Definition. Legen Sie immer die vollständige Liste ab.
- Workist ignoriert Dateien, deren Pfad
.PART,.partfile,.filepart,.ffs_tmpoder/Testsystem/enthält. Wenn Ihr Programm Dateien unter einem vorläufigen Namen hochlädt und danach umbenennt, verwenden Sie eine dieser Endungen. So liest Workist keine halb geschriebene Datei. - Wurden für eine Lookup-Definition in der letzten Stunde mehr als 12 Importe angelegt, überspringt Workist weitere Uploads ohne Meldung (siehe Grenzen der Stammdaten-API).
Ergebnisse abholen
Wenn ein Kanal die Ergebnisse per SFTP überträgt, legt Workist für jedes abgeschlossene Dokument diese Dateien ab:
| Datei | Dateiname | Wann |
|---|---|---|
| Ausgabedatei (z. B. XML) | <name>.<endung> | immer |
| Originaldokument | <name>.pdf, bei E-Rechnungen im XML-Format (XRechnung, CII) <name>.xml | wenn Originaldokument hochladen aktiv ist (Standard) |
| Original-E-Mail | <name>.eml | wenn Originale E-Mail hochladen aktiv ist und das Dokument per E-Mail kam |
| Zusätzliche Dateien | <name>_file_1.<endung>, <name>_file_2.<endung> … | wenn Zusätzliche Dateien aktiv ist (nur Bestellungen) |
<name> ist der Name der Ausgabedatei ohne Endung. Dateien mit demselben <name> gehören zum selben Dokument. Das Originaldokument ist die PDF-Datei, die Workist aus dem Eingang erzeugt hat; Bilder und Office-Dateien kommen deshalb als .pdf an.
Ordner: Standard ist /incoming. In der Upload-Konfiguration des Kanals legen Sie eigene Ordner fest: Zielordner für generierte Dateien (Ausgabedatei), Zielordner für ausgehende Dokumente (Originaldokument und E-Mail) und Zielordner für zusätzliche Dateien (ohne Angabe: der Ordner für ausgehende Dokumente). Details: Exportierte verarbeitete Dokumente.
So schreibt Workist die Dateien
- Workist schreibt jede Datei zuerst als
<dateiname>.PARTund benennt sie nach vollständiger Übertragung um. Ignorieren Sie beim Abholen alle Dateien mit der Endung.PART. - Reihenfolge: Originaldokument, Original-E-Mail, zusätzliche Dateien, zuletzt die Ausgabedatei. Wenn die Ausgabedatei da ist, sind alle Dateien des Dokuments vollständig. Lösen Sie Ihren Import deshalb über die Ausgabedatei aus.
- Liegt bereits eine Datei mit demselben Namen im Ordner, überschreibt Workist sie.
- Workist löscht abgeholte Dateien nicht. Verschieben oder löschen Sie sie selbst, z. B. nach
/archive. - Scheitert die Übertragung, zeigt das Dokument in der Workbench eine Fehlermeldung. Nach Behebung der Ursache wählen Sie im Menü der Dokumentzeile Nochmal probieren.
Eigener SFTP-Server
Statt auf den Workist-Server kann Workist die Ergebnisse auf Ihren SFTP-Server übertragen. Tragen Sie die Verbindung im Kanal unter Kanal verwalten → SFTP ein und wählen Sie unter Upload die Übertragungsart SFTP. Stammdaten legen Sie weiterhin auf dem Workist-Server ab oder übertragen sie per API.
- Host und Benutzername Ihres Servers.
- Port: Pflicht, auch wenn Ihr Server Port 22 verwendet.
- Hostkey: der öffentliche Schlüssel Ihres Servers im Format
<typ> <base64>, ohne Hostnamen und ohne Kommentar, z. B.ssh-ed25519 AAAAC3NzaC1lZDI1NTE5AAAA…. Unterstützt:ssh-rsa,ssh-ed25519,ecdsa-…undssh-dss.ssh-keyscan -t ed25519 <host>gibt den Schlüssel mit vorangestelltem Hostnamen aus; übernehmen Sie nur die beiden letzten Teile. Ohne Hostkey prüft Workist die Identität Ihres Servers nicht. - Passwort: Mit Passwort meldet sich Workist per Passwort an. Ohne Passwort meldet sich Workist mit einem eigenen RSA-Schlüssel an; den öffentlichen Schlüssel dafür erhalten Sie von Ihrer Ansprechperson bei Workist.
- Zielordner sind Pfade auf Ihrem Server, Standard
/incoming. Die Ordner müssen existieren.
Workist schreibt auf Ihren Server genauso wie auf den eigenen: erst .PART, dann umbenennen, Ausgabedatei zuletzt.
Verbindung testen
Verwenden Sie sftp. Der Workist-Server spricht nur das SFTP-Protokoll, ältere scp-Versionen funktionieren deshalb nicht.
sftp -i ~/.ssh/workist_sftp <benutzername>@ftp.workist.com
sftp> put stammdaten.csv /export/stammdaten.csv
sftp> ls /incoming
sftp> get /incoming/<datei> .
sftp> bye
Erstellen eines SSH Key Pairs
Die Workbench erwartet einen RSA-Schlüssel im OpenSSH-Format. Der öffentliche Schlüssel beginnt mit ssh-rsa.
Windows, Linux und Mac
ssh-keygen -t rsa -b 4096 -C "ihre_email@beispiel.com" -f ~/.ssh/workist_sftp
Folgen Sie den Eingabeaufforderungen:
- Optionale Passphrase eingeben.
- Der Schlüssel wird erzeugt:
~/.ssh/workist_sftp(privat) und~/.ssh/workist_sftp.pub(öffentlich).
Hinweis:
ssh-keygenerfordert, dass OpenSSH installiert ist. Unter Windows 10 und 11 ist es in der Regel vorhanden.
PuTTY (Windows)
- PuTTY von der offiziellen Website herunterladen.
- PuTTY Key Generator öffnen.
- RSA auswählen, 4096 Bits einstellen, auf „Generate" klicken und die Maus über den leeren Bereich bewegen.
- Den öffentlichen Schlüssel aus dem Feld „Public key for pasting into OpenSSH authorized_keys file" kopieren.
- Den privaten Schlüssel speichern: Conversions → Export OpenSSH Key.
Verwendung des Key Pairs
- Hinterlegen Sie den öffentlichen Schlüssel (Dateiendung
.pub) in der Workbench unter Öffentliche SFTP-Schlüssel. - Speichern Sie den privaten Schlüssel (ohne Dateiendung) auf dem System, das mit dem SFTP-Server kommuniziert. Geben Sie ihn nicht weiter, auch nicht an Workist.